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Ausschreibung Verwaltungspraktika der Stadt Wien

Im Bereich der Abteilung für Stadtteilplanung und Flächenwidmung Innen-Südwest (MA 21A) kommen fünf Verwaltungspraktika zur Ausschreibung. Angesprochen sind junge Absolvent*innen oder kurz vor Studienabschluss stehende Studierende oder aus den Studienrichtungen Architektur, Raumplanung oder Landschaftsplanung und Landschaftsarchitektur.

Ziel ist u.a. die Vermittlung von Wissen über Rahmenbedingungen und Abläufe im Bereich der hoheitlichen Stadtplanung auf Basis der gesetzlichen und planerischen Rahmenbedingungen in Wien. Die Praktikant*innen unterstützen die Bearbeitung von Stadtteilplanungsprozessen, von konkreten Flächenwidmungsverfahren sowie in der Erstellung von Gutachten für das baubehördliche Bewilligungsverfahren.Erwartet werden Interesse an der Wiener Stadtplanung, Einsatzfreude, überdurchschnittliche Lernbereitschaft und Leistungsfähigkeit. Eine positive Ausstrahlung, freundliche Umgangsformen und Serviceorientierung sind uns ebenso wichtig.

Diese Praktika sind Vollzeitstellen und auf ein Jahr befristet und beginnen voraussichtlich mit 1. September 2021. Nach Ende dieses Jahres ist beabsichtigt, zumindest eine dieser Personen in ein reguläres Dienstverhältnis zu übernehmen. Bewerbungsschluss ist der 14.05.2021

Nähere Details sind ab 3.5.2021 unter folgendem link zu finden: https://jobs.wien.gv.at/praktika/verwaltungspraktikum/

Die Ausschreibung erfolgt vom 03.05.21 – 14.05.21


Balkan Route Lectures

Der Forschungsbereich Städtebau lädt herzlich zu der Vortragungsreihe, die im Zuge des Entwerfens „Balkanroute“ angeboten wird, ein.
Die Themen und Termine der Vorträge sind dem folgenden Plakat zu entnehmen.

Zoom Meeting ID: 967 0511 7181
Link: https://tuwien.zoom.us/j/96705117181

Das Team Städtebau freut sich über rege Anteilnahme!


Vortragsreihe Living for me is…

Der Forschungsbereich Städtebau freut sich die von Nariman Mansouri koordinierte Vortragsreihe Living for me is… ankündigen zu dürfen. Die englischsprachigen Vorträge sind Teil des Projekts LIVING 2060 und werden in der Woche vom 24. bis zum 28. Mai 2021 täglich um 13.00 Uhr CET via GoToMeeting stattfinden. Die Themen der Vorträge sind dem folgenden Plakat zu entnehmen.

GoToMeeting Link: https://global.gotomeeting.com/join/370018021 

Der Forschungsbereich Städtebau freut sich über rege Anteilnahme!


Anmeldung Entwerfen Co-Existenz Limmattal

Liebe Studierende,

morgen Donnerstag, dem 15.04.2021, beginnt die Anmeldung für das Bachelor Entwerfen und Große Entwerfen Co-existenz: Limmattal – Zwischen Infrastrukturen, Industrien und (Stadt-)Landschafften.
Bei Interesse sendet Euer Portfolio bitte bis zum 30.04.2021 per Email an Dorothee Huber!
Team Städtebau

Gastvortrag Santiago Pradilla

Im Zuge des Entwerfens Retrofit Las Cruces laden Andreas Hofer und Miriam Kühler zum englischsprachigen Gastvortrag „Bogotá case study of invisible borders – unconventional design approaches“ vom kolumbianischen Architekten Santiago Pradilla ein. Dieser findet Freitag, 19. März, um 10.00 Uhr statt und ist öffentlich via Zoom zugänglich.

Zoom Link: https://tuwien.zoom.us/j/99707491184

Der Forschungsbereich Städtebau freut sich über rege Anteilnahme!


Nachhaltige Transformation von Wohnquartieren der Nachkriegsmoderne in Wien?

Am 24.02.2021 fand im Rahmen des Forschungsprojektes „Retrofit_LABsVienna: Digitales Online Modul“ ein Stakeholder-Workshop statt. Dabei tauschten sich Key-Stakeholder und Expert*Innen aus 14 relevanten Wiener Einrichtungen und Unternehmen über mögliche Perspektiven und Handlungsfelder für die zukunftsfitte und Bewohner*Innen-gerechte Transformation von Wohnquartieren der Nachkriegsmoderne in Wien aus. Die Kleingruppen-Ergebnisse des Workshops finden Sie zur Nachlese hier:

https://padlet.com/PlanSinn/Gruppe_A_Retrofitting_Bedarf

https://padlet.com/PlanSinn/Gruppe_B_Retrofitting_Handlungsfeld_Quartier

https://padlet.com/PlanSinn/Gruppe_C_Retrofitting_Handlungsfeld_Objekt

Projekt Konsortium:
Forschungsbereich Städtebau TU Wien und PlanSinn in Kooperation mit Andrea Überbacher


Mapping Analysis and Urban Design Strategies to support Urban Resilience in regional and local context

Liebe Studierende!

Wir möchten euch auf folgende Lehrveranstaltung des Sommersemester 2021 aufmerksam machen: „Mapping Analysis and Urban Design Strategies to support Urban Resilience in regional and local context.“ Es handelt sich um eine Lehrveranstaltung die Urban Design und raumplanerische Aspekte verknüpft, um sich verstärkt dem Thema der Urbanen Resilienz im Sinne einer nachhaltigen Planung zu widmen. Die Anmeldung ist noch bis 07.03.2021, mit Matrikelnummer, unter Beachtung der genauen Anmeldedetails (siehe Informationen am Plakat im Anhang) möglich. Sehr gute graphische Kenntnisse und das große Interesse auf kleinregionalen Maßstab im peri-urbanen Raum zu arbeiten werden vorausgesetzt.

Gesucht sind: Masterstudierende Raumplanung + Master Architektur. Sprache LV: Englisch.

Im TISS ist die Lehrveranstaltung zu finden unter: 260.635 Focus: Urban and regional development from global to local context: Mapping Analysis and Urban Design Strategies to support Urban Resilience in regional and local context.

Die Lehrveranstaltung wird innerhalb eines Konzeptmoduls der Raumplanung angeboten. Es gibt drei weitere Lehrveranstaltungen zum Thema Urban Resilience.
Folgende LVAs können zu einem oder zwei Konzeptmodulen (jedes mit 6 ECTS) kombiniert werden:
280.532 VO Focus-Lecture: Energy, Mobility, Environment: Resilience – understanding, strategies, projects (4.0 ECTS)
260.635 VU Fokus: Stadt- und Regionalentwicklung im lokalen bis globalen Kontext: Mapping Analysis and Urban Design Strategies to support Urban Resilience in regional and local context (3.0 ECTS)
280.201 SE Trends in urban Development: Resilience (3.0 ECTS)
280.753 UE Fokus: Stadt- und Regionalentwicklung im lokalen bis globalen Kontext: Klimaschutz in der räumlichen Entwicklungsplanung  (3.0 ECTS)

Der FB Städtebau freut sich über reges Interesse!



Bibliothek vorübergehend geschlossen

Die Bibliothek des Forschungsbereichs Städtebau bleibt vorübergehend geschlossen.

Die Begründung dafür liegt in der Pensionierung der Leiterin, Frau Helga Tschiedl mit 29. Februar 2020. Unserem mehrfach geäußerten Wunsch einer Nachbesetzung wurde seitens Bibliotheksdirektion leider nicht entsprochen.

Wir arbeiten nun an einem möglichst ressourcenschonenden Organisationmodell innerhalb des Forschungsbereichs Städtebau, die Bibliothek in einem eingeschränkten Format den Studierenden und dem Fachkollegium künftig wieder zugänglich zu machen.

Wir bitten bis dahin um Verständnis für die aktuelle Situation.
Zur Rückgabe entlehnter Bücher kontaktieren Sie bitte das Sekretariat des Forschungsbereichs Städtebau.


retrofit_20 brigittenau

Inhalt

Das Projekt beschäftigt sich mit der Transformation von Wohnanlagen und Freiräumen der GemeindeWien aus den 1950er und 1960er Jahren in zukunftsfähige, urbane Lebensräume.

Der Begriff „retrofit“ steht in diesem Kontext für Erneuerung und Nachrüstung unter größtmöglicher Beibehaltung der vorhandenen Strukturen und deren Adaptierung für aktuelle und künftige Anforderungen ihrer Nutzer*Innen.

retrofit_20 brigittenau umfasst ein Stadtquartier von 5 Gemeindebauten im Umfeld des Bezirkszentrums Brigittenau: Johann-Kaps-Hof, Anton-Schmid-Hof, Johann Böhm Wohnhausanlage, Pappenheimgasse 29 und Karl-Michal-Hof.

retrofit_20 brigittenau ist ein akademisches Semesterprojekt (2019/20) von Studierenden und Lehrenden des Forschungsbereichs Städtebau TU Wien in Zusammenarbeit mit Plansinn und zahlreichen Akteur*Innen im Bezirk und der Wiener Stadtplanung.

TeilnehmerInnen

Moritz Hilgarth, Felix Erol Abiral, Alma Rapuca, Blerina Balaj, Natalia Polstovalova, Aleksa Pjevic, Martina Vittori, Do Hyoung Kim, Nikolaos Kouklakis, Călin Talabă, Ioana Morariu, Michel Simon, Jonathan Hagel, Matthias Aigner, Jenny Huynh-Minh, Carolina Turri, Anna Nosykova, Cosima Sima, Laura Sauter, Victoria Fricker, Skih Pao Yang, Cangir Abdurrahman (Studierende)

Andreas Hofer, Andrea Überbacher, Wolfgang Gerlich, Anasztazia Hujvan (Betreuung)

Projektpartner: Akteur*Innen im Bezirk Brigittenau / in der Wiener Stadtplanung

• Bezirksvorstehung Brigittenau: Bezirksvorsteher Hannes Derfler

• VHS Brigittenau: Direktor Ing. Karl Dwulit,

• wohnpartner-Team 1_2_8_9_20  Mag. Alexander Steffek,

• MA 17 – Stadt Wien Integration & Diversität Schwerpunktzentrum Nord

• Fairplay / Backbone Wien 20: Manuela Synek,

• GB* Gebietsbetreuung 1, 2, 7, 8, 9, 20 : Dipl.-Ing. Martin Forstner

• Nonconform Architektur vor Ort: Architekt Dipl.-Ing. Peter Nageler, Architekt MSc Oana Stancioiu

• IBA / Internationale Bauausstellung Wien: Dipl.-Ing. Rainer Zeitlinger, Dipl.-INg. Dr. Amila Sirbegovich,

• MA 21: Gabriele Berauschek, Dipl.-Ing. Ljuba Goger, Dipl.-Ing. Alexandra Rupp-Ebenspanger


Ausschreibung: Diplomarbeitsthemen

Folgende Themen werden mit Mai 2020 am FoB Städtebau ausgeschrieben. Die Bearbeitung kann in dt. oder engl. Erfolgen

  • Das gründerzeitliche Souterrain/Tiefparterre – 19th Century Souterrain/Basement
  • Stadtparterre, Paris – Urban Parterre, Paris
  • Stadtparterre, Graz – Urban Parterre, Graz

Hintergrund:

Seit einigen Jahren bereits stellt die Wiener Stadtparterre-Krise einen zentralen Schwerpunkt in der (lokalen) Stadtforschung dar, der nicht zuletzt auch die Stadtverwaltung selbst intensiv beschäftigt. Fließender und ruhender Verkehr machen den öffentlichen Raum zu einem für Stadtbewohner*innen unattraktiven Ort. Im Zusammenhang damit nimmt die Leerstandsquote im Erdgeschoß nach wie vor zu, sodass infolge noch mehr städtischer Raum in (Indoor)Stellplätze umgewandelt wird. So scheint das eigentliche urbane Leben sich immer weiter vom Stadtparterre zu entfernen.

Da die tatsächliche Situation um das Zusammenspiel von öffentlichem Raum und Bebauung derzeit nicht erhoben wird – dazu fehlt es an geeigneten Instrumenten – scheint die Stadtverwaltung über keine (wirklich effiziente) Handhabe für die Lenkung dieser Transformation zu verfügen. Konkrete Zahlen liegen weder zum Leerstand, noch zu privaten Erdgeschoßgaragen, Selfstorages oder anderen Unternutzungsformen vor.

In einer ersten Annäherung muss es also darum gehen das Potential des Stadtparterres zu untersuchen, es zu skizzieren und abzubilden. Eine gründliche Analyse der historischen Entwicklung erweist sich hier als besonders zielführend um die komplexen mikroanalytischen Zusammenhänge zu erforschen.

Zu diesem Themenfeld sind in den vergangenen Jahren bereits mehrere Arbeiten entstanden, siehe z.B.:

Berlin: http://repositum.tuwien.ac.at/obvutwhs/download/pdf/3764317?originalFilename=true
Prag: https://repositum.tuwien.ac.at/obvutwhs/download/pdf/3581560?originalFilename=true

Budapest: https://repositum.tuwien.ac.at/obvutwhs/download/pdf/4547000?originalFilename=true

 

Forschungsfeld:

Transformationen urbaner Räume // Stadtentwicklung des 19. u. beginnenden 20. Jhdts.

 

Aufgabe / Arbeitsplan / Zeitplan:

Es geht darum die Fakten hinsichtlich baulicher Struktur und Nutzungsstruktur zum jeweiligen Forschungsfeld zu erheben und anhand ausgewählter Areale (welche in Absprache mit der Betreuerin zu definieren sind) zu erforschen. Ein analytischer Entwurf ist fakultativ möglich.

 

Konkrete Fragestellungen:

Wie funktioniert das Stadtparterre bzw. das Souterrain? Welche Dimensionierungen/Proportionen finden wir vor? Welche gesetzlichen Vorgaben (Bauordnung, StVO, …) nehmen Einfluss auf die Nutzung? Wie haben sich die bauliche Struktur und die Nutzungsstruktur über die Zeit verändert?

 

Qualifikationen:

Die Befähigung zur wissenschaftlich korrekten Arbeitsweise wird über die Vorlage einer theoretischen Seminararbeit oder einer analytischen Entwurfsarbeit festgestellt.
Für das Forschungsfeld „Paris“ wird darüber hinaus die Sprachkompetenz „Französisch in Wort und Schrift“ und die Bereitschaft zu einem mehrmonatigen Auslandsaufenthalt vorausgesetzt.

 

Kontakt/Betreuung: Angelika Psenner; FoB Städtebau angelika.psenner@tuwien.ac.at


Buchneuerscheinung: Wasser Stadt Wien

Wasser Stadt Wien – Eine Umweltgeschichte
Zentrum für Umweltgeschichte (Hrsg.)

Zu viel Wasser, zu wenig Wasser, schmutziges Wasser, unzugängliches Wasser, Wasser am „falschen“ Ort oder im „falschen“ Aggregatzustand – all diese Probleme haben die Menschen in der Vergangenheit dazu motiviert, in die Wasserlandschaft in und um Wien einzugreifen. Immer wenn sie das taten, bauten sie mit an der „Wasserstadt“ – oftmals selbst dann, wenn sie räumlich weit entfernt oder mit ganz anderen Absichten tätig wurden. Sie veränderten dabei die städtischen Beziehungen zur natürlichen wie menschlich überformten Umwelt.

„Wasser Stadt Wien – Eine Umweltgeschichte“ folgt dem gemeinsamen Wandel der Stadt Wien und ihrer Gewässer seit der frühen Neuzeit. Das Buch ist eine Reise durch Zeiten und Räume – eine Reise, die bis in das Römische Vindobona, zum Schwarzen Meer und an die Nordsee führt. Zahlreiche Illustrationen mit historischen Karten und Ansichten, GIS-Rekonstruktionen der Wiener Landschaften und aktuellen Fotos bereichern den anspruchsvoll gestalteten Band.

Autorinnen und Autoren:
Gertrud Haidvogl, Friedrich Hauer, Severin Hohensinner, Erich Raith, Martin Schmid, Christoph Sonnlechner, Christina Spitzbart-Glasl, Verena Winiwarter

Verleger:
Institute für Hydrobiologie und Gewässermanagement (IHG) und für Soziale Ökologie (SEC) der Universität für Bodenkultur Wien sowie Forschungsbereich Städtebau der Technischen Universität Wien

Förderer:
Stadt Wien (MA 45 – Wiener Gewässer, MA 31 – Wiener Wasser), Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT)

Printausgabe: 496 Seiten, Ganzleinenband mit Lesebändchen

Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-900932-67-1
Buchpreis: 39,- €

Zitiervorschlag:
Zentrum für Umweltgeschichte, Hrsg. (2019): Wasser Stadt Wien – Eine Umweltgeschichte. Universität für Bodenkultur Wien, Technische Universität Wien, Wien, 496 S.

Bezugsmöglichkeit Printausgabe:

  • MA45 – Onlinebestellung und Informationen über Bezugsstellen:
    https://www.wien.gv.at/umwelt/gewaesser/buch-wasser-stadt-wien.html
  • Technisches Museum Wien, 14., Mariahilfer Straße 212
  • Verein für Geschichte der Stadt Wien, Wr. Stadt- u. Landesarchiv, Wien 11, Gasometer D (U3 Station Gasometer, Zugang über Gasometer A), 5. Archivgeschoß, Zi. 505; 9.00 – 15.00

Bezugsmöglichkeit digitale Ausgabe: Ein PDF des Buchs steht hier ab Jänner 2020 zum kostenfreien Download bereit.


1. Preis LandschaftsArchitekturPreis für Studierende

Die TU Wien Studentinnen Clara Kessler und Sophie Schaffer haben gemeinsam mit BOKU-Studentin Deborah Sailer den LAP – LandschaftsArchitekturPreis für Studierende 2019 gewonnen. Der Preis wird von der ÖGLA – Österreichische Gesellschaft für Landschaftsarchitektur ausgelobt und ist mit 1.400 Euro dotiert.

Eingereicht wurde das Projekt „Ruinen in der Stadtlandschaft Palermos“, das aus einer Entwurfsarbeit hervorging, die im Rahmen des (Bachelor) Entwerfen Palermo am Forschungsbereich Städtebau entstand.

Das Projekt entwickelte sich aus der persönlichen Faszination für die vielen Ruinen in der Altstadt von Palermo und der darauffolgenden Auseinandersetzung mit deren räumlichen Potentialen, möglichen Transformationen und Neu-Programmierungen. Es wird ein Netz von neuen Mikro-Freiräumen über die Stadt gelegt, denen je nach baulichem Zustand, Zugänglichkeit und städtebaulicher Situierung der Ruinen Szenarien zugeteilt werden: City Oasis, School of Life, Urban Farm, Forgotten Places, Fun Palace oder Dissolving Reality.


WIR TRAUERN

Die TU Wien trauert um Univ. Prof. i.R. Dipl.-Arch. Christoph Luchsinger, der kurz nach seiner Pensionierung, am 6. November 2019, verstorben ist.

 

 

 

 

 

 

Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer mussten wir erfahren, dass Christoph Luchsinger nach kurzer schwerer Erkrankung unerwartet verstorben ist.

In Christoph Luchsinger (1954–2019) vereinten sich auf einzigartige Weise architektonisches Schaffen und städtebauliches Denken, eingebettet in einen kulturell weltoffenen und visionären Horizont. Er war uns als ein analytisch scharfer, kritischer und eigenständiger Kollege freundschaftlich verbunden. Wir verlieren mit ihm einen unserer profiliertesten und engagiertesten Kollegen, der mit seiner Bescheidenheit und seinem Humor immer in unserer Erinnerung bleiben wird.

Nach seinem Studium an der ETH Zürich war Christoph Luchsinger als Redakteur der Fachzeitschrift Werk, Bauen + Wohnen, als Dozent an der ZHAW in Winterthur sowie in seinem Architekturbüro in Luzern mit seinem Büropartner Max Bosshard tätig. Sie gehörten zu den ersten, die im deutschsprachigen Raum das Phänomen der Ausdehnung der Siedlungsgebiete in die Landschaft thematisierten. 2009 wurde Christoph Luchsinger als Professor für Städtebau und Entwerfen an die Technische Universität Wien berufen und gründete mit seiner Übersiedlung auch eine Niederlassung seines Architekturbüros in Wien.

Christoph Luchsinger hat sich in den zehn Jahren seiner Tätigkeit in Wien in die Gestaltung der von ihm geliebten Stadt ebenso intensiv eingebracht wie in die Gestaltung der Lehre und Forschung an der TU Wien. Er leitete viele Jahre das Institut für Städtebau, Landschaftsarchitektur und Entwerfen und konnte ein umfassendes internationales akademisches Netzwerk mit Schwerpunkt auf Süd- und Osteuropa aufbauen, er gestaltete das Hochhauskonzept der Stadt Wien, wirkte am Stadtentwicklungsplan 2025 mit und war viele Jahre im Bauausschuss der Stadt Zürich tätig.

Christoph Luchsinger wurde jäh aus der forschungsgeleiteten Lehre gerissen, in der er mit Studierenden an Fragen zum Stadtentwicklungsplan 2035 arbeiten wollte. Christoph Luchsinger war Vorsitzender der Camillo-Sitte-Gesellschaft, Träger des Silbernen Ehrenzeichens der Stadt Wien und Prof.hc. an der National University of Kharkiv.

Er beherrschte die hohe Kunst der Lösungsorientierung. Mal war es die leise Sprache, zurückhaltend, sensibel und vermittelnd. Mal auch der direkte Ton, fordernd und klar in der Ansage. Er brachte sich in die Gremienarbeit an der Fakultät ein und wirkte maßgeblich an deren Weiterentwicklung mit: als Vorsitzender der Studienkommission Architektur und Building Science, als Mitglied des Fakultätsrates und als Vorsitzender der ProfessorInnenkurie.

Mit dem Tod von Christoph Luchsinger haben wir einen Freund, einen Kollegen und einen außergewöhnlichen Menschen und die Fakultät einen engagierten und einen ihrer angesehensten Kollegen verloren, der sich mit großer Leidenschaft und klarer Sprache für seine Disziplin, für die Entwicklung seines Teams und für die Weiterentwicklung der Fakultät für Architektur und Raumplanung eingesetzt hat.

 

Das Städtebau-Team und die Fakultät für Architektur und Planung